Dokumentation des Schulelternrates der IGS Linden


Stadt-Anzeiger (West) in NP und HAZ         Donnerstag, 3. Februar 2000


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Linden / An der IGS Linden ermöglicht eine "Profilklasse" bereits Fünftklässlern den Einstieg in die Informatik
Computer sind sogar in den Pausen dicht umlagert

Für 28 Fünftklässler der Integrierten Gesamtschule (IGS) Linden stehen seit Beginn des Schuljahres 1999/2000 ungewöhnliche Themen auf dem Stundenplan. Neben Deutsch, Mathe, Englisch und Sport können die Mädchen und Jungen am Computer basteln oder das Internet erkunden. Sie gehören zu der ersten so genannten "Profilklasse Informatik", die an der IGS eingerichtet wurde, und dieser Schwerpunkt wird sie auch in den nächsten sechs Jahren begleiten. Im Fachunterricht können die Mädchen und Jungen mit Hilfe der neuen Medien Übungsprogramme in Englisch oder Rechtschreibung absolvieren.
Grafik- und Textprogramme werden als Gestaltungsmittel eingesetzt, und auch bei der Beschaffung von Informationen benutzen die Schüler die moderne Technik.
Einmal pro Woche findet außerdem nachmittags eine Arbeitsgemeinschaft statt, in der jeweils die Hälfte der Klase den Umgang mit Maus und Mausklick sowie Grundlagen der Textverarbeitung lernt. Obwohl die Teilnahme freiwillig ist, sind immer alle Rechner belegt. "Die Kinder gehen da unheimlich gern hin", berichtet Informatiklehrer Werner Nieporte, der das Projekt mit drei weiteren Kollegen ins Leben gerufen hat.
Die Arbeitsgemeinschaft  bieten den Fünftklässlern früher als anderen Schülern die Möglichkeit, die erste Stufe des PC-Führerscheins zu erwerben, der an der IGS Linden entwickelt wurde. Bei dem "PC-Führerschein" geht es in den nächsten Stufen um Textverarbeitung für Fortgeschrittene, um das Internet und das Programmieren (Klasse neun und zehn).
In ihrem Klassenraum stehen den Informatikschülern fünf vernetzte Rechner zur Verfügung, ausgestattet mit Lern-, Übungs-, Grafik- und Büro-Software. Die Computer sind von der Stadt und dem Förderverein der IGS gespendet worden. Auch in den Pausen ist dieser Platz von den Fünftklässlern stets dicht umlagert. Drei Mitschüler sind für deren Betreuung zuständig und führen eine Strichliste, wer als nächster an den Rechner darf, um die Lernprogramme in Englisch, Deutsch oder Mathe auszuprobieren.
Auch zu Beginn des nächsten Schuljahres soll an der IGS Linden wieder eine fünfte Klasse mit dem Schwerpunkt Informatik angeboten werden - das Fach ist heiß begehrt. Weit mehr als 60 Eltern hatten ihre Kinder zu Beginn des vergangenen Schuljahres für diese Profilklasse angemeldet. "Die Schüler hatte alle von sich aus Interesse am Computer", sagt Nieporte. Da keine "Eliteklasse" erwünscht war, wurden bei der Zusammensetzung die Verteilung von Mädchen und Jungen, von ausländischen und deutschen Kindern sowie die Vorkenntnisse berücksichtigt.
Doch auch Schüler, die die Informatikklasse nicht besuchen, können an der IGS Linden Computerkenntnisse erwerben. Seit dem 1. Februar ist ein PC-Raum mittags geöffnet. Außerdem gibt es für alle Kinder im siebten Jahrgang die Möglichkeit, den "PC-Führerschein" zu erwerben.                   gar

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