IGS Linden ist "LiebLinksSchule 2000"
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Selbst
Eltern gelten als Web-Experten
Link-Listen,
Suchmaschine, Abenteuer
Nicht nur in der Zeitung, auch auf
unserer Web-Seite haz.de hatten wir die Schulen aus der Region aufgefordert,
sich für diesen erstmals ausgerichteten Wettbewerb zu registrieren.
Gefragt war nach einem Online-Auftritt, der nicht nur grundlegende Informationen
über die Schule bietet, sondern bei dem auch die Schüler erkennbar
und mit Freude mitgewirkt haben. Weitere Kriterien waren das Design und
die Aktualität der angebotenen Nachrichten aus dem Schulleben.
Die
Jury setzte sich zusammen aus Mitarbeitern der HAZ-Redaktion, einer Schülerin
und zwei professionellen Web-Designern (siehe Text unten).
Die Gruppe wollte sich aber nicht
auf ihr eigenes Urteil verlassen. Online hatten Leser darum die Möglichkeit,
mitabzustimmen. Wie abzusehen war, nutzten offenbar viele Schüler
die Gelegenheit, auf "ihre" Schule hinzuweisen und sie hochzuwerten. Das
konnte die Jury an den vielen Einsen ablesen, mit denen die Teilnehmer
einzelne Web-Auftritte in Sachen Design, Aktualität und Schülerbeteiligung
benoteten. Mehr als 850-mal wurde der "Senden"-Knopf auf der Abstimmungsseite
von haz.de angeklickt, jedes Einzelvotum landete anschließend in
Form einer E-Mail in unserem Postkasten. Die Teilnehmer mussten neben ihrem
Namen ihre E-Mail- und die Hausadresse angeben.
Einzelne Teilnehmer, die nur Buchstabensalat
als Absender angegeben hatten, sortierten wir aus, da die Vermutung einer
Mehrfachabstimmung zugunsten einer einzelnen Schule nahelag.
Ohnehin wollte die Redaktion mit
dieser Online-Abstimmung vor allem den Schülern einen Ansporn geben,
sich mit dem Auftritt ihrer Schule im Netz zu beschäftigen und auch
mal über den Tellerrand zu blicken - sprich: auf die Web-Seiten anderer
Schulen. Die Ergebnisse der Online-Abstimmung flossen in die Entscheidung
der Jury mit ein. Zum Kreis der Favoriten bei den online gewählten
Schulen zählten neben dem späteren Sieger die Bismarckschule,
die Schillerschule, die Grundschule In den Sieben Stücken und die
BBS 14 Hannover.
Der IGS Linden als Gewinnerin sponsert
die HAZ nun einen neuen PC im Wert von 2500 Mark für ihren Unterricht.
Und unter allen Teilnehmern der Online-Abstimmung haben wir am Mittwoch
den Gewinner der Verlosung gezogen: Der zweite PC, ebenfalls im Wert von
2500 Mark, geht an Anne-Kathrin Rode aus Pattensen.
Herzlichen Glückwunsch!
msc, Hannover, 01.03.2000 18:00
Uhr
Selbst Eltern gelten als Web-Experten
"Jaaa!"
Ein Freudenschrei scheppert durchs Telefon, als Schulleiter Christoph
Walther die Nachricht erhält:
Seine IGS Linden ist die HAZ-LiebLinksSchule
2000.
Der Preis geht an eine Schule,
die von Computern offenbar eine Menge versteht. Heftig wird an der IGS
daran gearbeitet, PCs und speziell das Internet im Schulalltag einzusetzen,
verstärkt in den jüngeren Jahrgängen. Und als erste Lehranstalt
in Niedersachsen wollen die Lindener jetzt einen Leistungskurs Informatik
anbieten - falls man sie lässt.
Sogar die IGS-Eltern gelten
als Internet-Experten. Nicht zuletzt der digitalen Umtriebigkeit des Elternrats-Vorsitzenden
Hans-Dieter Keil-Süllow ist es nämlich zu verdanken, das
auch der hannoversche Stadtelternrat online ist. Andere Elternschaften
haben jetzt angefragt, ob die IGS nicht für sie Entwicklungshilfe
leisten könnte.
Die Homepage ist der Mittelpunkt
des IGS-Computer-Konzeptes. Und das merkt man ihr an.
Auch wenn für die Sieger-Homepage
keine Schüler, sondern die drei Lehrer Christoph Münzer, Jost
Rottmann und Hans-Walter Dreimann direkt verantwortlich zeichnen - die
Interessen und auch die Arbeit von Schülern tauchen auf den angebotenen
Seiten oft auf. Die drei Lehrer opfern dafür einige Freizeit.
Auf igs-linden.de gibt es in einem
reichhaltigen Angebot zum Beispiel Links, also Querverbindungen, zu privaten
Schülerseiten. Es sollen noch viel mehr werden, und zwar auch
Seiten, die im Unterricht programmiert werden. Die Homepage bietet einen
Schulkalender mit Terminen und ein Nachrichten-Angebot, das zum Teil mit
anderen Bereichen der Homepage verlinkt ist. Beides wird aktuell geführt,
was nicht selbstverständlich ist. Und so ergibt sich ein Anreiz, immer
mal wieder zu schauen, was es Neues gibt.
Die Schule wird mit Kontaktnummern,
E-Mail-Adressen, zum Teil mit Lehrerfotos, und auch mit einem Lageplan
vorgestellt - bald wohl auch mit einer Online-Schülerzeitung. AGs
präsentieren sich, die Segelflieger sogar mit Videoeinspielung, das
Gästebuch funktioniert, und es existiert auch eine Spielecke.
"Ich weiß nicht, was man da
noch besser machen soll", urteilt Jury-Mitglied Markus Scheele angesichts
der Link-Liste der IGS Linden. Von dort gelangen Benutzer der Seite mit
einem Mausklick zu
empfehlenswerten Suchmaschinen,
zu Internet-Seiten, deren Inhalt bei Hausaufgaben oder Referaten
helfen, und zu Seiten, die einfach interessant sind - wie etwa die der
Computerzeitschrift "cÕt". Und Jury-Kollege Alex Hornbostel, der
stets unerbittlich die Technik der Schule-Seiten untersuchte und immer
wieder über viel zu große Bilddateien stolperte, fand für
die IGS nur
anerkennende Worte. Es gibt Tricks,
um Bilder zu komprimieren. Wer sie nicht beherrscht, mutet den Gästen
seiner Website zu lange Ladezeiten zu - vereinzelt führt dies bei
anderen Schulen zu Wartezeiten, für die kein Surfer Geduld aufbringen
würde.
Vieles von dem, was die IGS in ihrem
großen Angebot hat, gibt es auch bei anderen Schulen. Aber
keine hat so viel vom Gesicht der Schule gezeigt und konnte gleichzeitig
noch Folgendes behaupten: Die komplizierteste Technik funktioniert immer,
und der
Surfer weiß dank einer durchgängig
vorhandenen Navigationsleiste, wo er ist und wo es lang geht.
Nun bekommt die IGS von der HAZ
einen neuen Rechner im Wert von 2500 Mark. Münzer will ihn für
eine Programmier-AG nutzen. In der "Web Factory" werden Schüler künftig
auch auf Anfrage von außen Internet-Seiten programmieren. "Da kommt
dann auch ein bisschen Training für den Geschäftssinn hinzu."
Schließlich werden die Schüler - wie eine richtige Agentur -
Aufträge hereinholen, erfüllen und das Geld zwischen sich und
dem Topf für die Computerausrüstung der IGS aufteilen.
Claus Baldauf , Hannover, 01.03.2000
17:59 Uhr
Link-Listen, Suchmaschine, Abenteuer
Die
siebenköpfige Jury hat es sich nicht leicht gemacht. Erst surfte jeder
die einzelnen Web-Auftritte der Schulen im stillen Kämmerlein ab.
Auf einem Bewertungsbogen wurden dabei Kriterien wie "erster
Eindruck", "Informationsgehalt", "Navigation", "Aktualität"
und noch 17 weitere Punkte mit Schulnoten von 1 bis 6 beurteilt.
In mehreren Gesprächsrunden wurde dann die Gruppe der Anwärter
auf die "LiebLinksSchule 2000" immer weiter reduziert. Dabei wurde auch
berücksichtigt, dass eine kleine Grundschule andere Möglichkeiten
für ihren Web-Auftritt hat als ein Gymnasium.
Auf den Seiten der IGS Linden
( www.igs-linden.de) tobt das Schulleben: Das Design ist mal munter, mal
"spacig", es animiert in jedem Fall zum Weiterstöbern. Die Inhalte
wurden seit Anfang Dezember mehrmals aktualisiert. Dabei gestaltet sich
die Navigation dank einem ständig verankerten Rahmen auf der linken
Seite sehr übersichtlich.
Schüler können in
ihrer Rubrik Links zu eigenen Homepages hinterlegen, ein regelmäßig
aktualisierter "Events"-Kalender informiert über neue Veranstaltungen.
"Da funktioniert praktisch alles, und man kann sich nicht verlaufen", hieß
es in der Jury.
Auf Grund des simplen, durchdachten
Designs der Web-Site können auch einzelne Projektgruppen der Schule
jederzeit mit ihren Seiten hinzukommen - abzulesen zum Beispiel an
einem Besuch einer achten Klasse in einer Seniorengruppe. Eine kommentierte
Link-Liste, die Schülern bei den Hausaufgaben helfen kann, gehört
ebenso dazu wie ein Gästebuch, das tatsächlich angenommen
wird.
In der engeren Wahl waren
zum Schluss folgende weitere Web-Auftritte:
Das Gymnasium Sarstedt (www.gymnasium-sarstedt.de)
glänzt durch eine schöne, einfache Gliederung ihrer Bereiche,
und durch eine übersichtliche Eigendarstellung. Wichtigster
Pluspunkt war eine sorgfältig kommentierte, nach Schulfächern
geordnete und dennoch kurze Liste von Links zu Lexika, Fachblättern
und Suchmaschinen im Internet. Ein Bericht über einen Schüleraustausch
mit Polen wurde außerdem mal kurzerhand in Polnisch ins Netz
gestellt. "Das, was da ist, ist zu 100 Prozent gelungen", befand die Jury.
Die Ricarda-Huch-Schule ( www.nibis.ni.schule.de/~rhs-han/main.htm)
führt eine beachtliche Ehemaligenliste, ein gutes Gästebuch und
zeigt zahlreiche Lehrer im Foto.
Die Berufsbildende Schule 14 Hannover
( www.h.shuttle.de/h/bbs14/) hat auf ihren Web-Seiten viel Nutzwert: Zahlreiche
Tipps helfen zum Beispiel bei der Bewerbung.
Das Gymnasium Lehrte ( www.h.shuttle.de/h/gym-lehrte)
beeindruckte die Jury mit einer Suchmaschine über das eigene Angebot.
Das fand man bei keiner anderen Schule. Zudem war die Anzahl der
von Schülern geschriebenen Texte und gefundenen Seiten recht
hoch.
Die Grundschule In den Sieben Stücken
( www.nibis.ni.schule.de/~gssieben/) und die Grundschule Tresckowstraße
( http://nibis.ni.schule.de/~gst30457/) waren bis kurz vor der letzten
Abstimmung die Favoriten zweier Jury-Mitglieder. Die eine Schule bietet
ein interaktives Abenteuer für junge Internet-Surfer. Illustriert
wird das mit von Schülern gemalten Bildern, während man sich
durch die Web-Seiten navigiert. Eine ähnliche Idee fanden wir bei
der Albert-Liebmann-Schule
(www.nibis.ni.schule.de/ %7Ealbertl).
Die Grundschule Tresckowstraße zeigt kleine Daumenkino-Animationen,
die von Grundschülern am Computer hergestellt wurden.
Die Orientierungsstufe Wathlingen
( http://home.t-online.de/home/os.wathlingen/index.htm) hat eine Chat-Ecke
eingebaut, die ihresgleichen sucht. Die Bedienung ist wunderbar einfach.
Wir haben dort zwar keinen Teilnehmer angetroffen, aber wenn man sich zu
einem Chat verabredet, ist das Modul eine feine Sache.
msc, Hannover, 01.03.2000 17:53 Uhr
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