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Projekt Brückenschlag

In der Woche vom 13.- 16. Februar 2001 fand in der IGS- Linden eine Projektwoche zum Thema "Brückenschlag — Alt und Jung begegnen sich" statt.

Es war eine Kooperation der IGS-Hannover-Linden (vertreten durch Pastorin Sander), der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde St.Martin (vertreten durch Diakonin Susanne Mejow und Vikar Warnecke) und der Abteilung Offene Altenarbeit des Diakonischen Werkes (vertreten durch Fr. Hedda Beißner, Fr. Baxmann und Fr. Schöler). 

Die Senioren wurden am Eingang durch ein Begrüßungkomitee der Schüler des 10. Jahrgangs herzlich empfangen. Anschließend fand ein gemeinsames Frühstück und gleichzeitiges Kennenlernen statt. Dann führten wir unsere Gäste durch die Schule. Sie waren von der Vielseitigkeit der Angebote und der Sauberkeit der Schule überrascht. Die multikulturelle Zusammensetzung der Schüler gefiel den Senioren. Es haben sich Freundschaften zwischen Schülern verschiedener Nationalitäten gebildet.

Begrüßung in der Cafeteria der IGS-Linden. 

Am 2.Tag wurden wir in die folgenden 4 Kleingruppen unterteilt: 

1. Zeitgeschehen/Jugendbewegung 
2. Elternhaus-Schule-Ausbildung 
3. Mode-Idole-Musik 
4. Freundschaft-Liebe-Sexualität

Beim gemeinsamen Frühstück kamen schnell Gespräche in Gang.

Diese Themen wurden von Jung und Alt zusammen besprochen. Es herrschte eine große Offenheit und ein überraschend hohes Verständnis beiderseits.

Sexualität war weder für die Schüler noch für die Senioren ein Tabuthema.

Am 3.Tag besuchten wir gemeinsam den Lindener Lokalsender Radio Flora (106,5 MHZ Antenne und 102,15 MHZ Kabel),wo wir sehr freundlich empfangen wurden. Nach einer Besichtigung des Senders nahmen wir Interwievs für eine eigenständige Sendung auf, die am 24.2.01 um 15.00 Uhr ausgestrahlt wird. In der Sendung werden Musikwünsche beider Generationen berücksichtigt.
Heute, am 4.Tag stellen wir Artikel für das Jahrbuch der IGS und für das Kirchenmagazin (Vor-Ort) zusammen. Und des weiteren wird ein Plakat zur Präsentation und für die Radiosendung erstellt. Wir haben in dieser Woche viel voneinander gelernt und Vorurteile beiderseits revidiert. Besonders schön fanden wir, dass diese Themen auch von den Senioren sehr offen bearbeitet wurde und dass es so großes Interesse gab. 

Zum Thema Mode gab es viele Lacherfolge!

 

Hier noch einige Bilder von unserem Besuch bei Radio Flora: 


Zum Dank für den Brückenschlag des Diakonischen Werks
Alt und Jung begegnen sich, vom 13.2 - 16.2. in der IGS Linden:

Nun hört doch mal alle her,

Ich bitte einen Augenblick um Gehör.
Da hilft kein Weichen, da hilft kein Wanken,
irgendjemand muß sich ja mal bedanken.
Möglicherweise bin ich der Älteste in dieser Runde,
unter uns: heute vor 76 Jahren schlug meine Stunde.
So habe ich mich denn drangemacht,
und zum Dankeschön etwas ausgedacht.
Ich habe mir, es ist kaum zu fassen,
für heute etwas Gereimtes einfallen lassen.
Vor einiger Zeit, ich glaubte es kaum,
ja wirklich, ich hielt es für einen Traum,
rief mich Frau Hedda Beißner an,
ob ich an einem Brückenschlag teilnehmen kann.
Generationübergreifend begegnet sich Alt und Jung.
Ja, sagte ich gleich mit Begeisterung.
Das konnte ich doch schon mal erleben,
seitens der hannoverschen Diakonie, ja eben.
In der Athanasiusgemeinde haben wir uns getroffen,
mit Schülern der Peter-Petersen-Schule, ich sag's ganz offen.
Natürlich waren auch Schülerinnen dabei,
das folgt erst jetzt wegen der Reimerei.
Das hat auch uns Senioren viel gebracht,
so habe ich Frau Beißner gleich zugesagt.
Nun wissen alle wo wir uns hier befinden:
In der Integrierten Gesamtschule in Linden.
Die richtete diesmal die Projektwoche aus,
zusammen mit St. Martins Gemeindehaus.
Am Dienstag fing alles an,
mit einem Kennenlernspielchen, da war was dran.
Dann stand ein schönes Frühstück bereit,
es war dafür gerade die richtige Zeit.
Dann wurde uns die Schule gezeigt,
die sich ja doch über mehr als einen Flur verzweigt.
Musikabteilung, Naturwissenschaften, Mediathek,
natürlich lag auch die Aula auf unserem Weg.
Ein Gedächtnistraining schlug dann Wellen,
in unserer aller grauen Zellen.
Am Mittwoch ging es fröhlich und heiter
im Gemeindehaus von St. Martin weiter.
Das Schätzspielchen war Zeitvergeudung aus meiner Sicht,
was danach aber folgte hatte Gewicht.
Es wurde gar nicht lang verweilt,
wir wurden in Gruppen eingeteilt.
Das Thema der ersten war Jugendbewegung und Zeitgeschehn,
bei der zweiten wird sich's um Elternhaus und Liebe drehn,
die dritte behandelt Freundschaft und Liebe, die beiden Pole,
die vierte Mode und Musik, sowie Idole.
Es wurde lebhaft diskutiert,
manch interessante Gespräch geführt.
Auch konnten die Generationen, ich will's mal so nennen,
feststellen, daß sie voneinander lernen können.
Am Donnerstag war Radio Flora dran,
da gab es Technik zu sehen, Mann-o-Mann.
Es wurde dann auch interviewt,
Gott sei Dank wurde niemand ausgebuht,
wegen dummer Antworten oder Fragen,
es ging ganz gut, ich kann wohl sagen.
Auch möchte ich beinah drauf schwören,
am kommenden Sonnabend werden viele die Sendung hören.
Den richtigen Sender einschalten ! Wie ich es seh,
Radio Flora, 106,5 auf UKW.
Nun komme ich aber endlich zum Schluß
mit dem was unbedingt kommen muß:
Sie werden es alle gut verstehn,
es ist das große Dankeschön.
Ein erstes Dankeschön geht an jene alle,
die die Vorbereitungen trafen, und in diesem Falle
kann ich's mir ersparen die Namen zu nennen,
ich gehe davon aus, daß wir sie alle kennen.
Mit dem zweiten Dankeschön möcht ich belohnen
das Engagement der drei Institutionen:
St. Martinsgemeinde, Diakonisches Werk,
die IGS Linden nahe dem Lindener Berg.
Das dritte Dankeschön gilt den Senioren hier,
es war mir wirklich ein großes Pläsir
mit ihnen diese Tage zusammen zu sein,
mich mit ihnen an diesem Projekt zu erfreun.
Das vierte Dankeschön gebührt Flora Radio.
Die machen von uns eine Sendung, aber oho !
Das fünfte und letzte Dankeschön, das ist doch klar,
geht an der Schülerinnen und Schüler Schar.
Was waren sie alle rundrum so nett,
zuvorkommend, höflich, liebenswürdig, adrett.
Und nicht böse sein Jungs, wenn ich in diesem Kreise
den jungen Damen meine besondere Reverenz erweise.
Wenn ich mich umschaue kann ich wohl sagen,
braucht uns Ältere kein großer Kummer zu plagen.
Mag die heutige Jugend auch anders sein,
in vielem sehe ich unserer Jugend Widerschein.
Frau Beißner, wenn ich Zeit habe, bin ich gern wieder dabei.
So beende ich den Brückenschlag
und wünsche uns allen einen schönen Tag.

Karl-Rudolf Doerk
Hannover, 16 Februar 2001s