EINIGE PROJEKTE
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Albatros 2005 STADT-ANZEIGER WEST, 10.03.2005
Schüler proben den Betriebsalltag
Foto: Bei der Arbeit am Produktionsstandort Schule: Mateo Jung (links) und Rene Kretschmer. Bedijs
Von Kristina Bedijs
Schon im Foyer der Integrierten Gesamtschule (IGS) Linden hängen Werbeplakate, und an einem Verkaufsstand preisen einige Schüler selbst produzierte Postkartenhalter, so genannte „Card-Keeper“, für 6,99 Euro an. Doch diese Jugendlichen stellten sich zwei Wochen lang nicht als Schüler vor, sondern als Angestellte der Vertriebsabteilung der Albatros AG. An der IGS Linden simulieren die Schüler des 8. Jahrgangs alljährlich die Produktion in einem Betrieb. Wie in einem Schulpraktikum arbeiten sie zwei Wochen lang in einem bestimmten Beruf – nur dass der Betrieb sich direkt in der Schule befindet.
In der Albatros AG gibt es alles, was ein echtes Unternehmen hat: vom Sicherheitsdienst, der die Werksausweise der Angestellen überprüft, bis zur Personalabteilung, die das Gehalt in „Linden-Euro“ auszahlt und für Beförderungen sowie Ermahnungen für Unpünktlichkeit verantwortlich ist. Natürlich gibt es auch eine Produktionsabteilung, wo die Card-Keeper hergestellt werden. Außerdem hat die Albatros AG ein Lager, eine Werksküche, eine tagesaktuelle Zeitung und eine Betriebsleitung. Direktionsassistentin Laura Schäfer, gerade einmal 14 Jahre alt, führt Besucher durch den Betrieb und erklärt die Abteilungen.
In der Werkstatt herrscht Stress: „Die letzte Schicht hat nicht genügend Card-Keeper produziert“, sagt die 13-jährige Produktionsangestellte Merle Westphal, während sie eine Schnur durch die Plastikstäbe zieht und verknotet. „Unser Ziel von 400 Stück werden wir aber erreichen“, glaubt „Frau Schäfer“, die wie alle anderen Angestellten in der Albatros AG gesiezt wird – genauso wie die Abteilungsleiter, die normalerweise Lehrer aus dem 8. Jahrgang sind.
Die fertigen Produkte werden in der Schule verkauft, aber auch am Lindener Markt, in den umliegenden Geschäften und beim Metro-Großmarkt, zusammen mit der Firma Continental einer der beiden Partner der Gesamtschule beim Albatros-Projekt. Christoph Walther, Schulleiter der IGS und Albatros-Direktor, erklärt die Finanzierung des Betriebs: „Die Eltern haben für zehn Euro Albatros-Aktien gekauft. Wenn wir kostendeckend arbeiten, wird das Startkapital zurückgezahlt.“ Das wird wohl gelingen, denn das Material für die Card-Keeper haben zum größten Teil die Firmen Metro und Continental gespendet – Geld braucht hauptsächlich die Küche.

Dort geht auch „Frau Schäfer“ mittags hin, um von ihrem Gehalt Pizza, Chili con Carne, Salat oder Kuchen zu kaufen. Hinterher wird sie eine Belobigung für Hussein Mohamad ausstellen, einen 14-jährigen Produktionsangestellten, der besonders eifrig arbeitet und für eine Verbesserungsidee eine Gehaltserhöhung bekommen soll. Doch jetzt hat auch die Direktionsassistentin erst mal Mittagspause – und Laura Schäfer genehmigt sich ein Stück Kuchen
Jugendliche zeigen ein eigenes Stück   03/2004
Street-Musical-Bild Stadt-Anzeiger West, 26.02.2004  Jugendliche zeigen ein eigenes Stück   „Jugend(frei)!“ heißt das Musical, das Jugendliche aus Linden-Süd nach mehr als sechs Monaten Arbeit - zusammen mit dem Kreisjugendwerk der Arbeiterwohlfahrt, dem Jugendzentrum Posthornstraße und einem Wahlpflichtkurs der IGS Hannover-Linden - jetzt aufführen wollen. Das Stück handelt von Liebe, Gewalt und Drogen.

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Das Street Musical, zu dem in der IGS Linden geprobt wird mit Schülerinnen und Schülern aus der IGS Linden und aus dem Stadtteil, wird u.a. vom Förderverein der iGS Linden und der Bürgerstiftung gefördert.

"Blau" - Ausstellung bei Decius in dieser und der nächsten Woche 
"Blau" war das Thema des Bücher-Projektes der Stammgruppen 6A und 6F der IGS-Linden. 
Entstanden sind wunderschöne Bücher und Papiere mit interessanten Geschichten und Gedichten. 
Zu sehen sind diese Werke in dem großen Schaufenster der Buchhandlung Decius in der Falkenstrasse in Linden in dieser und in der nächsten Woche. 
Das Bücher-Projekt ist eines der ältesten Projekte an der IGS Linden, das sich ständig weiterentwickelt hat - ein Konzept, das Nachahmer auch an anderen Schulen findet. 
Inzwischen entstehen wirklich professionelle Werke - auch im buchbinderischen und handwerklichen Sinne. 
Stadt-Anzeiger West und Ost, Mo, 07.03.2000
Müll steht mutigen Models
140 Schüler haben zusammen mit acht Künstlern im Raschplatz-Pavillon die Performance "Alles Müll oder was?" aufgeführt und gezeigt, was man mit Abfällen und anderen Resten noch alles anstellen kann. 
Auch Mode aus Lumpen und Plastikmüll kann schick sein. Dies bewiesen vergangene Woche 140 Schüler des siebten Jahrgangs des IGS Linden mit einer "Müll-Performance" im Raschplatzpavillon. Während einer Schulprojektwoche hatte das Umweltamt acht Künstler engagiert, die mit den Schülern verschiedene Projekte zum Thema Müll organisieren sollten.  ...
Die Müll-Performance der Lindener Schüler gehört zu der Initiative "Erfolgreich Abfallarm", durch die das Umweltamt seit 1998 veruscht, den Abfallberg der öffentlichen Schulen langfristig zu halbieren. "Alleine die Müllentsorgung der 161 Schulen in Hannover verschlingt jährlich 1,3 Millionen Mark", sagte Umweltdezernent Hans Mönninghoff, also rund 660 000 Euro. Seit 1998 bekommen die Schulen 30 Prozent der eingesparten Entsorgungskosten als Prämie zur freien Verfügung .... Die IGS Linden sparte in den vergangenen vier Jahren 90 000 Mark Müllgebühren und erhielt dafür eine Prämie über 30.000 Mark.   mehr ...
Stadt-Anzeiger West, 26.04.2001
Guten Gewissens konsumieren
Seit 20 Jahren verkauft der Allerweltsladen in Linden-Nord ökologische Produkte zu erzeugerfreundlichen Preisen.
Angefangen hat die Sache mit dem Laden als Projekt von Lehrern und Schülern der IGS Linden. 1980 gründeten sie den Verein "Allerweltsladen e.V.", um  damit unterschiedliche Projekte aus Entwicklungsländern durch den Verkauf ihrer Produkte zu unterstützen.   mehr ...
"Brückenschlag - Alt und Jung begegnen sich"
In der Woche vom 13.- 16. Februar 2001 fand in der IGS- Linden eine Projektwoche im 10. Jahrgang zum Thema "Brückenschlag — Alt und Jung begegnen sich" statt.
(Stadt-Anzeiger, Do, 28.09.2000)
Gehaltskürzung  für Frauen soll Schüler provozieren

Zutritt nur mit Besucherausweis: Die jugendlichen Mitarbeiter des Werkschutzes nehmen ihre Pflichten sehr ernst. Normalerweise sind keine Formalitäten nötig, um den Bereich Arbeit, Wirtschaft, Technik der Integrierten Gesamtschule (IGS) Linden zu betreten. Doch in der vergangenen Woche gehörten die Räume ganz der Albatros AG, einem mittelständischen Unternehmen zur Produktion von Blumenvasen.
Rund 90 Arbeiter im Alter von etwa 14 Jahren bohrten, feilten und lackierten hier Metallteile, um das avisierte Produktionsziel von 400 bis 500 futuristischen Blumenvasen (Stückpreis: 15 Mark) zu erreichen. Der Lohn für die 6,25-Stunden-Schicht: je nach Qualifikation etwa 40 bis 50 Linden-Mark, abzüglich Steuern und Sozialabgaben natürlich.
Mit der „Albatros AG" hat die IGS Linden schon seit einigen Jahren Erfahrungen gesammelt. Sie stand als Wirtschaftsplanspiel für die neunten Klassen bereits 1988 auf dem Programm. Damals entstand auch das Namen gebende Produkt, ein Holz-Albatros
Das Unternehmen ist fast bis ins kleinste Detail einem Produktionsbetrieb mit seinen Strukturen, seiner Bürokratie, den Abläufen und Ärgernissen nachempfunden
Verblüffend real wirkt der Betrieb, schließlich hat man mit der Continental AG und dem Verband der Metallindustrie auch sachkundige Helfer zu Rate gezogen. Gerne hätte man Profis aus der Industrie für die Führungspositionen gewonnen, sagt Lehrer Jörg Ilsemann. Doch das hat zumindest dieses Mal noch nicht geklappt, und so wurde Schulleiter Christoph Walter kurzerhand zum Werksleiter.
Mit großem Ernst gehen die Schüler ihrer Arbeit in der Fertigung, in der Verpackungsabteilung oder beim Vertrieb nach, und natürlich gibt es auch ein Sekretariat, eine Personalabteilung und sogar ein Arbeitsamt. In der Kantine sorgen 18 Mitarbeiter für das leibliche Wohl. Heute auf dem Speiseplan: China-Pfanne oder Kartoffelsalat mit Würstchen.
Unterschiedliche Gehälter, der Kampf um die besten Arbeitsplätze, Aufstiegsmöglichkeiten und drohende Kündigung - alles ist (fast) wie im wirklichen Leben.
So hat die Werksleitung gerade beschlossen, den weiblichen Angestellten das Gehalt zu kürzen. Eine schreiende Ungerechtigkeit - und dann noch dieser extra große Tisch für die hohen Herren in der Kantine... Provokationen in der Spielanleitung sollen die Schüler auf die Idee bringen, einen Betriebsrat zu gründen.
Für Lehrer Ilsemann ist die Albatros AG eine positive Erfahrung. Die Jugendlichen hätten hier die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten auszuprobieren und sich auf das Betriebspraktikum vorzubereiten. Die meisten seien sehr engagiert, und auch Problem-Schüler zeigten bei der praktischen Arbeit oft unerkannte Qualitäten. „Auf jeden Fall gut" ist die Projektwoche für die 14-jährige Anke Beszling, die als Sekretärin einen der Top-Jobs ergattert hat. Man lerne extrem viel, beurteilt Jan Seiter (14) seine Arbeit bei der Abteilung Werbung und Vertrieb.
Sogar an der lokalen Börse ist die Albatros AG vertreten: 320 Aktien zu zehn D-Mark das Stück will das Unternehmen an Eltern, Lehrer und Schüler verkaufen. Je nach Anzahl verkaufter Blumenvasen ist bis Jahresende ein Gewinn von sechs Mark pro Aktie zu erwarten. Damit Lehrer keine finanziellen Vorteile aus „Kinderarbeit" ziehen, spenden sie die Dividende dem Förderverein der IGS.    bri
mehr zu Abteilungen des Betriebes und der Arbeitswelt: KantineArbeitsamt Linden   Frauenbenachteiligung im Betrieb?Eindrücke der ChefsekretärinEinkauf und Lager PR und Werbung  WerkschutzProduktionPersonalabteilung

IGS Linden gibt Handbuch gegen Gewalt heraus (NP, 02.02.2000)
Die IGS Linden erprobt seit drei Jahren das Projekt  GERNIE (Gewalt-Erkennen-Reagieren: Neuorientierung Integrativer Erziehung). Jetzt gibts ein Handbuch als Anregung für andere Schulen.
So funktioniert Gernie: Schüler der fünften Klasse nehmen an einem Sozialtraining teil. Sie lernen Konfliktbewältigung und soziales Verhalten. Und: Die IGS schult Vermittler aus höheren Klassen, die im Streitfall schlichten. "Die Gewalt an Schulen nimmt zu, wir wollen vorbeugen", erklärt Ulrich Stahl, stellvertretender Schulleiter. Erstes Ergebnis: "Die Kinder achten mehr aufeinander", so Lehrer Uwe Zietz.     ink    mehr  ...

Mannweib ?  Hammer-Frau !  (HAZ - Zish, 22.01.2000)
Mädchen gehören in die Küche !
Diese Meinung kursiert in den Köpfen der meisten Menschen zum Glück nicht mehr, dennoch gibt es immer noch Vorurteile.
"Ich mache eine Lehre als Zimmerin", sagt die 18-jährige Julia, während sie sich zufrieden in ihrem Stuhl zurücklehnt. Es ist aber nicht allein ihre Berufsausbildung, die sie zum Exempel eines Mädchen macht, dass alle Vorurteile und Klischees über den Haufen wirft: Auch ihr relativ brutales und daher eher Männern zugeordnetes Hobby Rugby zeigt, dass sie in eine völlig andere Richtung geht als die meisten Mädchen.
(Benjamin Krüger interviewt Julia - Ex-Schülerin der IGS) mehr ...

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