SPONSOREN


(HAZ, Mi, 27.09.2000)
Nicht jeder Sponsor ist willkommen
In der Integrierten Gesamtschule (IGS) Linden werden die Firmen, die die Schule beispielsweise für ein Kulturprojekt ausgestattet und Kopfhörer und Mikrofone geliefert haben, im Jahrbuch gern hervorgehoben.
Sponsoring in der Schule sei im gegenseitigen Interesse, sagt IGS-Elternvertreter Hans-Dieter Keil-Süllow. Es sei zu begrüßen, wenn dadurch mehr Projekte und Aktionen stattfänden. Die Gesamtkonferenz der IGS hat sich Grenzen gesetzt. Auf großen Werbetafeln und Plakaten dürfen Unternehmen auf keinen Fall in der IGS werben. mehr ...


Aber auf der Homepage ist weisen wir gerne auf die Firmen hin, die durch Sachspenden, Finanzspenden oder Anzeigen die IGS Linden unterstützen:
Schulelternrat
IGS Hannover-Linden
Der Förderverein der IGS Linden hat 1999 zehn gebrauchte Pentium 133-Rechner mit Monitoren sowie die Einzelteile für 2 neue AMD-300-Rechner gespendet. Im Jahre 2000 hat er das Geld für diverse Rechnereinzelteile für die neuen Informatikklassen zur Verfügung gestellt.
Im Rahmen des Microsoft-Partnerschulenprogramms hat die Firma Microsoft der IGS Linden die Lizenzen für Netzwerkserver-Software, Betriebssysteme, Officeanwendungen, Grafiksoftware und Nachschlagewerke für alle Rechner der Schule zur Verfügung gestellt. (Oktober 1999 bis Oktober 2002)


In jedem Bundesland sponsort Enterasys, die selbständige Tochterfirma von Cabletron, die Hardware für eine Vernetzung per Funk. Durch Vermittlung des Schulamtes der Stadt Hannover wurde die IGS Linden als das Pilotprojekt für Niedersachsen gewählt.
 Die Einrichtung der Vernetzung der vier Gebäude der IGS Linden - zwei am Lindener Berg (Sek I) und zwei in der Beethovenstrasse (Sek II) - wurde durch Siemens durchgeführt.
VW fördert alle von n-21 positiv begutachteten Schulen mit Medienprofil mit Zuschüssen bis 50.000 DM. Auch die IGS Linden erhält aus diesem 2 Mio-DM-Programm 50.000 DM !
Hannover-Stiftung
hat z.B. das erste Lindener Samba-Festival im Jahr 2002  mit max. 2.500 Euro unterstützt
Bezirksrat Linden-Limmer
unterstützt die IGS Linden sowohl politisch als auch materiell. 
Politisch: So wurde der Protest des Schulelternrates gegen Zwangsversetzungen aufgenommen und einstimmig durch SPD, PDS, Grüne und CDU unterstützt. 
Materiell: Im Jahr 2002 hat der Bezirksrat das erste Lindener Samba-Festival im Jahr 2002  mit 1.400 Euro unterstützt
Schulausschuss der Landeshauptstadt Hannover
unterstützt die IGS Linden bei den meisten Forderungen, die von Schulleitung und Schulelternrat an den Rat der Landeshauptstadt gestellt werden. Insbesondere bei den zugewählten Eltern-, Schüler- und Lehrervertreter/innen, bei SPD und Grünen konnten wir auf Unterstützung zählen - vom Beschluss für die Sanierung des F1-Ganztagsbereiches bis zur Bereitstellung von Mitteln für die Umzäunung des Schulhofes
Der Internetshop i-m@xx (neue und gebrauchte PCs) aus Schwäbisch Hall hat einen Pentium200-Rechner mit Monitor gespendet, weil er durch Zufall auf unsere Internetseiten gestoßen ist und unsere Anstrengungen in der PC-Bildung unterstützen wollte (März 2001).
Die Firma WABCO aus Hannover-Linden hat unserer Schule neun Rechner (Pentium 133 bis Pentium 233) für den Einsatz in der 6 d (Musikklasse) und 6 e (Informatikklasse) gespendet. (Sommer 2000)
Der Firma Sennheiser sind wir für die Bereitstellung von Mikrofonen und Kopfhörern dankbar.
Toto-Lotto: Anzeige im Jahrbuch 2000/2001
Fielmann, Blumenauerstr. 1-7: Anzeige im Jahrbuch 2000/2001 und im Jahrbuch 2001/2002
HAZ: Anzeige im Jahrbuch 2000/2001 und im Jahrbuch 2001/2002
Stadtsparkasse Hannover: Anzeige im Jahrbuch 2000/2001 und im Jahrbuch 2001/2002
HypoVereinsbank HypoVereinsbank: Anzeige im Jahrbuch 2000/2001 und im Jahrbuch 2001/2002
Blindow-Schule: Anzeige im Jahrbuch 2000/2001 und Anzeige im Jahrbuch 2001/2002
Euro-Schule: Anzeige im Jahrbuch 2000/2001
Klett-Verlag: Anzeige im Jahrbuch 2000/2001 und im Jahrbuch 2001/2002
Industrie-und Handelskammer: Anzeige im Jahrbuch 2000/2001
b.i.b., Bildungszentrum für informationsverarbeitende Berufe e.V., Freundallee 15, 30173 Hannover: Anzeige im Jahrbuch 2000/2001
FHDW  - Fachhochschule für die Wirtschaft Hannover FHDW: Anzeige im Jahrbuch 2001/2002
Sabine Blindow Schulen Hannover Sabine-Blindow-Schulen-Hannover: Anzeige im Jahrbuch 2001/2002
Fahrschule Heidorn Fahrschule Heidorn, Fössestr.22, 30451 H., 44 66 75, Anzeige im Jahrbuch 2000/2001
Cafe K Cafe K, Egestorffstr.18, 30449 H., 213 44 96, Anzeige im Jahrbuch 2000/2001 und im Jahrbuch 2001/2002
Reisebüro First Reisebüro First, Falkenstr.4/6, 30449 H., 929 81 81, Anzeige im Jahrbuch 2000/2001
Dr. Buhmann-Schule, Prinzenstr.13, 30159 H., 30108-0, Anzeige im Jahrbuch 2000/2001 und im Jahrbuch 2001/2002
GIG GIG, Lindener Markt 1, 30449 H., 45 34 86, Anzeige im Jahrbuch 2000/2001
Fahrschule Hübner Fahrschule Hübner, Stephanusstr.17, 30449 H., 44 84 77, Anzeige im Jahrbuch 2000/2001
DECIUS DECIUS, Falkenstr. 10, 30449 H., 44 18 93, Anzeige im Jahrbuch 2000/2001 und im Jahrbuch 2001/2002
Wingert Wein und Käse Wingert Wein und Käse, Limmerstr.58, 30451 H., 215 11 40, Anzeige im Jahrbuch 2000/2001
Beyer-Reisen, Friedemannstr.35, 30419 H., 55 11 770, Anzeige im Jahrbuch 2000/2001  und im Jahrbuch 2001/2002
Bussanova, Ziegelstr.11, 30453 H., 40 53 73, Anzeige im Jahrbuch 2000/2001  und im Jahrbuch 2001/2002
CEBU-Reisen CEBU-Reisen, Döhrbruch 24, 30559 H., 51 00 764, Anzeige im Jahrbuch 2000/2001 und im Jahrbuch 2001/2002
SIENNA SIENNA, Grotestr.4, 30451 H., Anzeige im Jahrbuch 2000/2001
Ökostadt, Hausmannstr. 9-10, 169 02-90, Anzeige im Jahrbuch 2000/2001
Fisch-Hampe Fisch-Hampe, Ahlemerstr.1, 30451 H., 44 15 79, Anzeige im Jahrbuch 2000/2001
Rackebrandt Rackebrandt, Brauhofstr.11, 30449 H., 44 26 10, Anzeige im Jahrbuch 2000/2001 und im Jahrbuch 2001/2002

(HAZ, Mi, 27.09.2000)
Nicht jeder Sponsor ist willkommen
Der Schulkiosk wird von einer amerikanischen Bulettenbraterei betrieben. In der Pause wird nur eine bestimmte Sorte Limonade preiswert ausgeschenkt, und im Foyer vor der Aula wirbt ein Transparent für Schokoriegel - noch entspricht dieses Szenario zum Glück nicht dem Alltag hannoverscher Schulen im Jahr 2000. Aber je schlechter es den Kommunen finanziell geht, je weniger sie für ihre Schulen im Etat übrig haben, umso mehr sind Sponsoring, Werbung und andere Zuwendungen ein Thema nicht nur für die Lehrer.
Die Diskussion darüber ist inzwischen so weit, dass bereits ein Erlass aus dem Kultusministerium der Lehrerschaft Hinweise an die Hand gibt, wie sie mit spendierfreudigen Unternehmen, die sich in ihren Schulen engagieren wollen, umzugehen haben. Der Werbeeffekt müsse dabei stets hinter dem pädagogischen Nutzen deutlich zurückbleiben, mahnt das Ministerium. Die rund 80 000 Schüler in den hannoverschen Schulen sind unbestritten eine interessante Zielgruppe, in der es sich trefflich für viele schöne Produkte werben lässt. Da kann manches Engagement einer Firma schon zu einer Gratwanderung zwischen Sponsoring und platter Werbung werden, und Gesamtkonferenzen müssen sehr wohl überlegen, wann die "Schmerzgrenze" erreicht ist.
In ihrer EDV-Ausstattung wären jedenfalls einige Schulen noch hinterm Mond, würden ihnen nicht Unternehmen großzügig Multimedia-PCs und Zubehör überlassen, wenn das auch keineswegs immer die neuesten Modelle sind. "Wir hätten unsere Lernwerkstatt gar nicht einrichten können ohne die vielen Sachleistungen von Firmen in unserem Stadtteil", berichtet Christina Baumgart, Rektorin der Grundschule Am Sandberge in Bemerode. Die Schule ist bekannt für ihren geschickten Umgang mit Sponsoren, die sie hegt und pflegt. Mal waren es neue Laminatbeläge für den Fußboden in der Aula, mal war es eine Feuertreppe für mehr als 14 000 Mark, die Betriebe aus Bemerode der Grundschule zukommen ließen. Selbst einen Aufenthalt im Wintergarten können Lehrer und Schüler dort genießen.
Ein rühriger Handwerksmeister aus dem Stadtteil hat ihnen den verglasten Anbau hingesetzt. Zähle man Materialkosten und Arbeitsleistungen zusammen, sei die Schule im Laufe der letzten Jahre mit einem Betrag von mehr als 100 000 Mark gesponsert worden, berichtet Rektorin Baumgart.
Das ist viel für eine Grundschule, aber Fritz Stöcker, Direktor der Berufsbildenden Schule (BBS) 3, hat dafür vielleicht nur ein müdes Lächeln übrig. Allein für das Internet-Café seiner Schule, das mit Kosten von rund 160 000 Mark zu Buche schlug, gab es Material-, Arbeits- und sonstige Leistungen von Sponsoren in Höhe von gut 120 000 Mark. Für eine neue Werkstatt hat ihm ein Betrieb den Schornstein spendiert. Die Solaranlage nach dem neuesten Standard montierte ein anderes Unternehmen aufs Dach - kostenfrei natürlich, man erbat lediglich eine Spendenquittung. "Die Firmen kommen auch von sich aus auf uns zu", berichtet Stöcker, der es schon wichtig findet, dass sowohl die Hersteller als auch die Ausbildungsbetriebe neben den Lehrern und Schülern Nutznießer des Engagements sind. Der Name von so manchem Spender ist auf einer Fliesenwand in der BBS 3 "klein, aber fein" verewigt.
In der Integrierten Gesamtschule (IGS) Linden werden die Firmen, die die Schule beispielsweise für ein Kulturprojekt ausgestattet und Kopfhörer und Mikrofone geliefert haben, im Jahrbuch gern hervorgehoben.
Sponsoring in der Schule sei im gegenseitigen Interesse, sagt IGS-Elternvertreter Hans-Dieter Keil-Süllow. Es sei zu begrüßen, wenn dadurch mehr Projekte und Aktionen stattfänden. Die Gesamtkonferenz der IGS hat sich Grenzen gesetzt. Auf großen Werbetafeln und Plakaten dürfen Unternehmen auf keinen Fall in der IGS werben.
Zahlreiche Schulen haben in den letzten Jahren nicht nur die schuleigenen Fördervereine, die zu den beständigsten Sponsoren in der Schullandschaft gehören, angezapft, sondern auch gezielt Firmen wegen Spenden angeschrieben. So landet auf dem Schreibtisch von Klaus-Dieter Brunotte, bei der Stadtsparkasse unter anderem für Sponsoring zuständig, jedes Jahr eine Flut von Anfragen, in denen um finanzielle Unterstützung gebeten wird. Aber nur etwa jedem dritten Antrag werde entsprochen. Die Stadtsparkasse gibt den Schulen Beträge zwischen 500 und 1500 Mark für kulturelle, ökologische und soziale Projekte. Dass die Mittel in den  Kommunen spärlicher fließen, merkt auch Rosemarie Neves von Volkswagen Nutzfahrzeuge in Stöcken an  zahllosen Bittbriefen aus Schulen. Ein guter Teil der alljährlichen "Belegschaftsspende", rund 50 000 Mark, die vom VW-Vorstand noch aufgestockt werden, geht an Schulen, die unter anderem Sportgeräte, Bücher und Spielmaterial dafür kaufen. Die Firma Coca-Cola verweist sogar auf eine Warteliste für interessierte Schulen bis ins Jahr 2005. Im Rahmen ihrer bundesweiten Initiative "1000 Schulen in Bewegung" schickt sie für Schulfeste und Sportnachmittage Animateure und Sportlehrer in Schulen. Die sind so beliebt, dass lange Wartezeiten dafür in Kauf genommen werden. Beim Sportfest wird Cola ausgeschenkt. Die wird kostenlos geliefert. Der Erlös kommt der Schule zu Gute.
Brauereien dagegen kriegen selten einen Fuß in die (Schul)-Tür. Häufig bieten sie sich selbst als Sponsoren für Abiturfeiern an. Doch die meisten Schulleiter reagieren wie Roland Neßler, Leiter des Matthias-Claudius-Gymnasiums in Gehrden:  "Bierbrauereien und Zigarettenfirmen, nein, die kommen mir als Sponsor nicht in die Schule." In der Tat - ein pädagogischer Nutzen wäre bei diesem Sponsoring auch nicht zu erkennen.
Brigitte Schönfeld-Herbst

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